Haus St. Antonius, Mönchengladbach-Wickrath
Das Haus St. Antonius
in Mönchengladbach-Wickrath ist eine von 85 Einrichtungen der St. Augustinus Gruppe. In der barrierefreien Einrichtung finden 100 Seniorinnen und Senioren ein Zuhause. Betreut werden sie von rund 115 Mitarbeitenden. Die Einrichtung bietet eine respektvolle und bedarfsorientierte Altenpflege und versteht sich als ein Haus der Geborgenheit, in dem die Menschen würdevoll ihr Alter leben können.
„Unsere Einrichtung ist ein kleines, familiäres Haus und nicht zuletzt dank seiner Lage mitten im Ort ein fester Bestandteil der Gemeinde Wickrath. Die meisten unserer Bewohnerinnen und Bewohner kommen aus der näheren Umgebung und schätzen die Nähe zu Cafés, Geschäften und dem Schlosspark. Seit dem 01. Juli 2024 gehören wir zur St. Augustinus Gruppe in Neuss. Nach Jahren als Einzelhaus, das von der Kirchengemeinde St. Matthias getragen wurde, war dieser Schritt notwendig, um uns professioneller aufzustellen und die wachsenden wirtschaftlichen und bürokratischen Herausforderungen besser bewältigen zu können.
Die Pandemie hat uns hart getroffen. Wir mussten 30 Bewohnerinnen und Bewohner verabschieden, was für unser Team äußerst belastend war. Gleichzeitig hat uns die Krise zusammengeschweißt. Unsere ohnehin hohen Hygienestandards haben wir nochmals verbessert. Doch Corona wirkt bis heute nach. Angebote wie der gemeinsame Mittagstisch werden weniger genutzt, und auch der Kontakt zu den Menschen im Ort hat sich verändert.Die Arbeit in der Pflege ist anspruchsvoller geworden. Unsere Bewohnerinnen und Bewohner sind oft älter und pflegebedürftiger, viele von ihnen leben mit Demenz. Es haben uns schon gute Fachkräfte verlassen, nicht wegen der Bezahlung, sondern aufgrund der körperlichen und psychischen Belastung. Die Pflege ist ein Beruf, den man lieben muss.
Die Suche nach qualifiziertem Personal bleibt schwierig. Personelle Engpässe überbrücken wir mithilfe von Zeitarbeitsfirmen. Um junge Menschen zu gewinnen, setzen wir auf Social Media und gehen auf Messen. Interessierte Bewerberinnen und Bewerber haben oft eigene Erfahrungen mit der Pflege gemacht, etwa in der Familie. Früher hat der Zivildienst geholfen, heute könnte vielleicht ein verpflichtendes soziales Jahr mehr junge Menschen für die Pflege begeistern. Ein großer Pluspunkt für uns als Arbeitgeber ist die Zusatzversorgung durch die KZVK. Sie ist ein gutes Argument in Bewerbungsgesprächen. Ich sehe selbst jedes Jahr mit Zufriedenheit, wie mein Rentenanspruch wächst.
Trotz aller Herausforderungen sind wir stolz auf unser buntes Team. Kolleginnen und Kollegen aus Marokko, Indien, Syrien und der Ukraine bereichern unsere Einrichtung. Auch hier unterstützt uns die St. Augustinus Gruppe, etwa bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder der Wohnungssuche. Unser Ziel bleibt es, dass sich Menschen bei uns wohlfühlen – sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner als auch die Mitarbeitenden. Denn am Ende arbeiten wir mit Menschen, nicht mit Maschinen. Und genau das macht unsere Arbeit so besonders.“

Leiterin Haus St. Antonius