Cellitinnen-Marienborn St. Augustinus, Frechen-Königsdorf
Das Haus
Cellitinnen-Marienborn St. Augustinus in Frechen-Königsdorf befindet sich auf dem Gelände eines alten Klosters und bietet Platz für 88 Bewohnerinnen und Bewohner. Es verbindet die Tradition des Pflegeordens mit den Vorteilen des großen Verbundes unter dem Dach der Stiftung der Cellitinnen mit zentralen Abteilungen für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung. Ein besonderer Schwerpunkt des Hauses ist die Pflege und Betreuung von Menschen mit Orientierungsstörungen wie beispielsweise Demenz.
„Das Jahr 2024 war für unsere Einrichtung in vielerlei Hinsicht erfreulich. Wir nehmen am Zertifizierungsprogramm ‚Pflegeattraktiv!‘ teil und setzen uns dabei mit verschiedenen Aspekten unserer Organisationsstrukturen auseinander. Alle Mitarbeitenden können sich in Projektgruppen einbringen, die verschiedene Themen weiterbearbeiten. Das hat dem Zusammenhalt in unserem Team einen Schub gegeben.
Positiv und ohne Beanstandungen verliefen 2024 die Prüfungen durch den Medizinischen Dienst, die Wohnbetreuung und das Gesundheitsamt. Solche Prüfungen sind immer mit Stress verbunden, aber die wertschätzende Herangehensweise der Prüfer hat uns sehr motiviert. Die Corona-Pandemie spielt inzwischen eine geringere Rolle, doch einige Auswirkungen sind geblieben. Wir müssen die Angehörigen häufig über die geänderten Regeln aufklären, beispielsweise, weshalb wir nicht mehr testen. Dass man trotz aller Bemühungen nicht alle Infektionen verhindern kann, führt zu einem Gefühl der Ohnmacht. 2024 hatten wir fast durchgehend mit Erkältungs- und Krankheitswellen zu kämpfen, das hat sich auch im Sommer nicht beruhigt.
Personell sind wir gut aufgestellt, auch dank unseres Ausfallmanagements und einer aktiven Ausbildungspolitik. Die Marienborn gGmbH unterstützt uns bei der Personalgewinnung auch im Ausland. Dadurch haben wir sieben neue Auszubildende aus Indien und Sri Lanka gewonnen. Unser Team ist multikulturell mit Kolleginnen und Kollegen aus 23 Nationen. Allerdings sind die Anerkennungsverfahren für ausländische Qualifikationen oft langwierig und die Betreuung dieser Auszubildenden erfordert zusätzliche Ressourcen. Wir achten deshalb sehr darauf, dass auch unsere deutschen Azubis nicht zu kurz kommen.
Das Image der Pflege ist verbesserungsbedürftig. Vor allem die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung werden häufig kritisiert, obwohl wir dank des AVR-Tarifs gute Löhne zahlen. Zudem ist die Betriebsrente der KZVK ein großes Plus. Sie wird besonders von älteren Mitarbeitenden geschätzt und ist auch in Bewerbungsgesprächen ein gutes Argument. Flexible Teilzeitmodelle sind keine Notlösung, sondern wichtig, damit wir alle Schichten und Dienste ausreichend besetzen können.
Die Wertschätzung unserer Mitarbeitenden ist für uns ein zentraler Faktor. Dabei legen wir großen Wert auf individuelle Ansprache und genaues Zuhören. Gleichzeitig wünschen sich unsere Mitarbeitenden verlässliche Dienstpläne und planbare Wochenenden. Das ist in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen. Wir haben das Ziel, die Bedürfnisse unserer Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitenden in Einklang zu bringen und die Pflege als attraktiven Beruf zu gestalten. Unsere Einrichtung lebt davon, wie gut wir zusammenarbeiten.“

Pflegedienstleitung Cellitinnen-Marienborn St. Augustinus