Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Auch im Jahr 2025 haben die (Erz-)Bistümer ihre Konsolidierungsmaßnahmen fortgeführt. Kirchengemeinden und ihre Einrichtungen wurden zu größeren Einheiten zusammengeschlossen, sodass sich die Anzahl der Beteiligten im Bereich der Kirchengemeinden weiter vermindert hat. Auch im karitativen Bereich kam es zu Umstrukturierungen, durch die sich insbesondere die Anzahl der beteiligten Krankenhäuser und der Beratungsdienste weiter verringert hat.
Die Veränderung der Anzahl der Beteiligten und Abrechnungsstellen auf Ebene der Einrichtungsarten stellt sich wie folgt dar:
| Einrichtungsarten | Beteiligte | Abrechnungsstellen | ||
|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Anzahl | |||
| 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | |
| Kirchengemeinden | 2.698 | 2.785 | 2.978 | 3.070 |
| Kindertagesstätten | 175 | 171 | 4.275 | 4.360 |
| Krankenhäuser | 226 | 235 | 373 | 385 |
| Altenheime | 357 | 358 | 1.331 | 1.337 |
| Beratungsdienste | 280 | 290 | 510 | 516 |
| Ambulante Dienste | 143 | 143 | 418 | 424 |
| Bildungseinrichtungen | 128 | 127 | 182 | 182 |
| Sonstige1 | 865 | 861 | 1.742 | 1.771 |
| Gesamt | 4.872 | 4.970 | 11.809 | 12.045 |
| 1 i. W. Einrichtungen mit Verwaltungsaufgaben überwiegend bei Bistümern und Caritasverbänden | ||||
Trotz der verringerten Anzahl der Beteiligten und Abrechnungsstellen ist die Anzahl der Pflichtversicherungsverhältnisse im Jahr 2025 um 1,08 Prozent gestiegen. Die Veränderung der Anzahl der Pflichtversicherungsverhältnisse auf Einrichtungsebene stellt sich wie folgt dar:
| Einrichtungsarten | Pflichtversicherungsverhältnisse | |
|---|---|---|
| Anzahl | ||
| 2025 | 2024 | |
| Kirchengemeinden | 29.179 | 30.356 |
| Kindertagesstätten | 121.348 | 119.602 |
| Krankenhäuser | 210.880 | 208.640 |
| Altenheime | 126.830 | 124.709 |
| Beratungsdienste | 26.261 | 25.241 |
| Ambulante Dienste | 27.318 | 27.466 |
| Bildungseinrichtungen | 8.217 | 8.140 |
| Sonstige1 | 86.902 | 86.001 |
| Gesamt | 636.935 | 630.155 |
| 1 i. W. Einrichtungen mit Verwaltungsaufgaben überwiegend bei Bistümern und Caritasverbänden | ||
Auch im Jahr 2025 sind ungefähr drei Viertel aller Pflichtversicherungsverhältnisse der KZVK den Bereichen Krankenhäuser, Altenheime und Kindertagesstätten zuzuordnen. Mit einem Drittel stellen die Krankenhäuser weiter die größte Gruppe der Versicherten der KZVK.
In diesen Bereichen besteht unverändert ein hoher Personalbedarf. Obwohl bundesweit ein Fachkräftemangel beklagt wird und offene Stellen nicht durchgängig besetzt werden können, hat die Anzahl der Pflichtversicherungsverhältnisse weiter zugenommen.
Wirtschaftliche Entwicklung
Das Jahr 2025 war erneut von erheblichen wirtschaftlichen, innen- und geopolitischen Belastungen geprägt. Die militärischen Konflikte in der Ukraine sowie im Nahen Osten bestimmten weiterhin die internationale Sicherheitslage und sorgten, ebenso wie zunehmende handelspolitische Spannungen, wiederholt für Unsicherheit an den Finanzmärkten. In Deutschland war das Jahr zudem von einer innenpolitischen Neuordnung geprägt: Nach den vorgezogenen Bundestagswahlen am 23. Februar 2025 bildete sich eine neue Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz.
Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ergab sich 2025 aus der US-Handelspolitik. Die von Präsident Trump vorangetriebene Zollagenda (mehrere Ankündigungswellen von Zollmaßnahmen, deren Anpassung und teils kurzfristige Richtungswechsel) erhöhte die Unwägbarkeiten für globale Lieferketten und damit die Planungsunsicherheit exportorientierter Unternehmen. Diese Gemengelage erhöhte zeitweise unternehmerische Risiken, belastete die Investitionsneigung und trug phasenweise zu erhöhter Volatilität an Aktien-, Kredit- und Devisenmärkten bei.
Konjunkturell zeigte sich 2025 ein weiterhin uneinheitliches Bild zwischen den großen Wirtschaftsregionen. Während die deutsche Wirtschaft nach zwei schwächeren Jahren nur eine sehr moderate Erholung verzeichnete, blieb der Euroraum insgesamt robuster. Für Deutschland meldete das Statistische Bundesamt für 2025 einen leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent. Eurostat wies für den Euroraum im Jahresverlauf ein Wachstum von rund 1,3 Prozent aus, was auf eine insgesamt stabilere Nachfrageentwicklung in Teilen der Währungsunion hindeutet. Die US-Wirtschaft blieb trotz zwischenzeitlicher Wachstumsdellen im Jahresverlauf grundsätzlich widerstandsfähig und profitierte weiterhin von einem vergleichsweise stabilen Arbeitsmarkt und einer auch im historischen Vergleich hohen Dynamik im technologiegetriebenen Unternehmenssektor.
Das beherrschende makroökonomische Thema blieb 2025 die Rückführung der Inflationsraten in Richtung der Zielwerte der Notenbanken, verbunden mit der Frage, wie weit und wie schnell sich der globale Zinssenkungszyklus entwickeln würde. In der Eurozone setzte sich die Normalisierung der Preisentwicklung fort. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich stabilisiert und sind im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,27 Prozent gegenüber 2024 angestiegen.
In den USA verlief die Disinflation spürbar zäher, dort lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2025 bei 2,6 Prozent. Neben anhaltenden Preistreibern, insbesondere steigenden Dienstleistungspreisen und der Lohnentwicklung, wirkten auch handelspolitische Unsicherheiten sowie zeitweise fiskalpolitische und administrative Sondereffekte belastend.
Vor diesem Hintergrund reduzierten die Notenbanken die Leitzinsen zwar weiter, agierten dabei jedoch insgesamt vorsichtiger, als es in Teilen der Märkte noch zu Jahresbeginn erwartet worden war. Die Europäische Zentralbank senkte den Einlagesatz im Laufe des Lockerungszyklus bis auf 2,00 Prozent; seit Juni 2025 blieben die Leitzinsen unverändert. In den USA senkte die Federal Reserve die Zielspanne für den Federal Funds Rate im Jahresverlauf weiter und beendete 2025 mit einer Zielspanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Damit blieb das globale Zinsumfeld zwar deutlich weniger restriktiv als 2023/2024, jedoch weiterhin ausreichend hoch, um den Disinflationsprozess nicht zu gefährden.
Die Rentenmärkte waren 2025 von diesem Spannungsfeld aus nachlassendem Inflationsdruck, geopolitischen Risiken und wechselnden Erwartungen an das Tempo weiterer Zinssenkungen geprägt. Für die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe ergab sich, bei spürbar schwankenden Verläufen, eine Bandbreite zwischen rund 2,36 und 2,90 Prozent, der Jahresausklang 2025 lag bei rund 2,85 Prozent (31. Dezember 2025). Bei zehnjährigen US-Staatsanleihen lag die Bandbreite im gleichen Zeitraum zwischen etwa 3,95 und 4,79 Prozent. Zum Jahresende 2025 betrug die Rendite 4,17 Prozent. Insgesamt spiegelte das Renditebild wider, dass die Marktteilnehmer zwar mit weiteren Lockerungsschritten rechneten, zugleich aber vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen und der fiskalischen Lage vieler Staaten ein höheres Unsicherheits- und Risikoprämienniveau einpreisten.
Die Kreditmärkte zeigten sich 2025 insgesamt konstruktiv. Risikoaufschläge im Hochzinssegment tendierten im Jahresverlauf überwiegend enger, getragen von einer weiterhin moderaten Ausfallrate, einer soliden Gewinnentwicklung vieler Emittenten und der Erwartung sinkender Refinanzierungskosten. Auch in anderen Marktsegmenten überwog trotz zwischenzeitlicher Volatilität eine freundliche Marktstimmung, und die durchschnittlichen Risikoaufschläge engten sich weiter ein, besonders ausgeprägt bei in Dollar denominierten Schwellenländeranleihen um 65 Basispunkte.
Die Aktienmärkte entwickelten sich 2025 erneut sehr positiv, wenngleich der Jahresverlauf von mehreren spürbaren Rücksetzern und sektoralen Rotationseffekten begleitet war. Auf globaler Ebene stützten vor allem die weiterhin hohe Investitionsdynamik rund um künstliche Intelligenz (KI), eine insgesamt robuste Gewinnentwicklung großer Unternehmen sowie die Perspektive sinkender Leitzinsen. In den USA legte der S&P 500 im Jahr 2025 um 16,4 Prozent zu. In Europa fiel die Entwicklung ebenfalls deutlich positiv aus: Der deutsche DAX stieg im Gesamtjahr 2025 um rund 23 Prozent, während der europäische Leitindex EURO STOXX 50 um rund 18,3 Prozent zulegte. In Großbritannien erreichte der FTSE 100 mit einem Plus von 21,5 Prozent sein bestes Jahr seit 2009. Japan verzeichnete ebenfalls einen starken Aktienmarkt; der Nikkei 225 legte 2025 um rund 28,7 Prozent zu. Für Schwellenländer war das Bild heterogener; der umfassende MSCI Emerging Markets Index entwickelte sich im Jahresverlauf jedoch deutlich positiv und lag zum Jahresende (in US-Dollar) mit einem Zuwachs von 30,6 Prozent klar im Plus.
Auch die Währungsmärkte blieben 2025 vor allem durch Zinsdifferenzen und handelspolitische Nachrichten geprägt. Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro im Jahresverlauf deutlich von 1,035 auf 1,175 US-Dollar je Euro auf, was einem Anstieg von gut 13,4 Prozent entspricht. Neben dem sich verändernden Zinsausblick spielte hierbei die zeitweise schwächere US-Dollar-Nachfrage in Phasen steigender Unsicherheit und wachsender Diskussionen über US-Handelsmaßnahmen eine Rolle.
In den nicht börsennotierten Anlageklassen zeigte sich 2025 insgesamt ein differenziertes, aber zunehmend stabileres Bild. Private Debt, Infrastruktur und mit Einschränkungen auch Private Equity profitierten davon, dass sich die Finanzierungskonditionen im Zuge der Leitzinssenkungen graduell verbesserten, wobei gleichzeitig aber die Risikoselektivität hoch blieb und die Exit-Märkte sich nicht in allen Segmenten vollständig normalisierten. Im Immobilienbereich setzte sich die Stabilisierung in Deutschland fort, allerdings weiterhin mit deutlicher Spreizung zwischen Core-Objekten und Immobilien mit höherem Repositionierungs- bzw. Leerstandsrisiko. In den ersten drei Quartalen war 2025 eine moderate Aufwärtsentwicklung und eine schrittweise, wenngleich selektive Normalisierung der Transaktionsaktivität zu beobachten.
Geschäftsverlauf und Entwicklung bei den Versicherten und Beteiligten sowie den Rentenempfängerinnen und -empfängern
Versicherte und Beteiligte
Die Entwicklung der vergangenen drei Jahre ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 2025 | Veränderung in % | 2024 | Veränderung in % | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Pflichtversicherte | 630.402 | 1,77 | 619.447 | 0,28 | 617.701 |
| Pflichtversicherungsverhältnisse | 636.935 | 1,08 | 630.155 | 1,06 | 623.546 |
| Beitragsfrei Pflichtversicherte | 924.013 | 3,10 | 896.258 | 3,51 | 865.906 |
| Freiwillig Versicherte | 24.981 | -3,69 | 25.937 | -5,87 | 27.554 |
| Freiwillige Versicherungsverträge | 25.556 | -3,78 | 26.561 | -5,99 | 28.254 |
| Beitragsfrei freiwillig Versicherte | 20.266 | 8,55 | 18.670 | 4,85 | 17.806 |
| Beteiligte | 4.872 | -1,97 | 4.970 | -1,31 | 5.036 |
| davon partiell Beteiligte | 253 | -0,39 | 254 | 1,20 | 251 |
| Abrechnungsstellen | 11.809 | -1,96 | 12.045 | -1,87 | 12.274 |
Die Anzahl der beteiligten Arbeitgeber ist durch Umstrukturierungsmaßnahmen im katholisch-kirchlichen und karitativen Bereich im Jahr 2025 um 1,97 Prozent (Vorjahr: 1,31 Prozent) und absolut um 98 (Vorjahr: 66) auf 4.872 gesunken. Der Rückgang fiel damit etwas größer aus als im Vorjahr und schlägt sich weiterhin nicht in einem Rückgang der Versichertenzahlen nieder.
Die Anzahl der Pflichtversicherten ist um 1,77 Prozent (Vorjahr: 0,28 Prozent) und absolut um 10.955 (Vorjahr: 1.745) und somit deutlich stärker als im Vorjahr gestiegen. Der Zuwachs bei den beitragsfrei Pflichtversicherten liegt mit 3,10 Prozent (Vorjahr: 3,51 Prozent) leicht unter der Steigerungsrate des Vorjahres.
Die Anzahl der Verträge der freiwilligen Versicherung „MehrWert“ mit laufenden Beitragszahlungen ist nach einem anfänglich starken Wachstum in den ersten Jahren nach der Umstellung des Versorgungssystems auf das Punktemodell und der Einführung der freiwilligen Versicherung ab dem Jahr 2002 seit 2016 rückläufig. Dieser Rückgang erklärt sich durch eine geringere Zahl an Neuzugängen in den Tarifgenerationen ab 2016, sodass die Abgänge durch Rentenfälle und Beitragsfreistellungen nicht vollständig ausgeglichen werden können. Der seit Anfang 2022 angebotene neue Tarif der freiwilligen Versicherung wird von den Versicherten vor allem im Rahmen von Bruttoentgeltumwandlungen gut angenommen, konnte diesen Trend aber noch nicht umkehren.
Rentenempfängerinnen und -empfänger
Die Entwicklung der vergangenen drei Jahre ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 2025 | Veränderung in % | 2024 | Veränderung in % | 2023 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtzahl der Rentenempfängerinnen und empfänger | 256.074 | 4,74 | 244.494 | 5,34 | 232.110 | |
| davon Altersrentenempfängerinnen und -empfänger | 218.613 | 5,39 | 207.433 | 6,03 | 195.629 | |
| davon Erwerbsgeminderte | 19.285 | -0,49 | 19.380 | -0,24 | 19.426 | |
| davon Witwen und Witwer | 17.172 | 3,18 | 16.642 | 3,95 | 16.009 | |
| davon Waisen | 1.004 | -3,37 | 1.039 | -0,67 | 1.046 | |
| Durchschnittliche Monatsrente | in € | 294 | 1,03 | 291 | 0,34 | 290 |
| für Altersrentenempfängerinnen und -empfänger | in € | 308 | 0,65 | 306 | 0,33 | 305 |
| für Erwerbsgeminderte | in € | 240 | 1,27 | 237 | 1,72 | 233 |
| für Witwen und Witwer | in € | 190 | -0,52 | 191 | 0,00 | 191 |
| für Waisen | in € | 40 | 0,00 | 40 | 2,56 | 39 |
Die Anzahl der Personen, die Rente beziehen, steigt kontinuierlich an, da es unverändert deutlich mehr Zugänge an neuen Rentnerinnen und Rentnern als Abgänge aufgrund von Todesfällen gibt. Dies liegt in erster Linie daran, dass die KZVK erst 1976 gegründet wurde und die Anzahl der Rentenübertritte noch bis zum Renteneintritt des stärksten Geburtsjahrgangs der Bundesrepublik Deutschland (1964) ansteigen wird. Bei insgesamt weiter steigenden Zahlen von Rentnerinnen und Rentnern haben sich die durchschnittlichen monatlichen Renten nur wenig gegenüber dem Vorjahr verändert. Die durchschnittliche Monatsrente aller Personen, die Rente beziehen, ist um 1,03 Prozent auf 294 Euro (Vorjahr: 291 Euro) gestiegen. Die durchschnittliche Altersrente beträgt 308 Euro (Vorjahr: 306 Euro).