Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KZVK im abgelaufenen Geschäftsjahr ist insbesondere durch die Entwicklungen an den Kapitalmärkten geprägt. Aktienkursgewinne und Kurssteigerungen aufgrund sinkender Risikoaufschläge im Bestand der festverzinslichen Wertpapiere wirkten sich erhöhend auf die stillen Reserven vor allem bei den börsennotierten Kapitalanlagen aus. Einen gegenläufigen Effekt hatten der Anstieg der Marktzinsen, der bei festverzinslichen Wertpapieren kursmindernd wirkte, sowie die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro, die den Marktwert von nicht wechselkursgesicherten Fremdwährungsanlagen reduzierte.
Ein wesentlicher weiterer Einflussfaktor war die Inrechnungstellung von Angleichungsbeiträgen. Diese wurden im Jahr 2025 in der sechsten Jahrestranche erhoben. Die Angleichungsbeiträge resultieren aus der Ermittlung eines Angleichungsbedarfs zum 31. Dezember 2019 im Zuge der Neuausrichtung der Finanzierung der Pflichtversicherung. Die Deckung dieses Angleichungsbedarfs und die damit verbundene Angleichung der Kapitaldeckungsgrade war seinerzeit Voraussetzung für die Zusammenlegung der Abrechnungsverbände P und S zum Abrechnungsverband G. Der Angleichungsbedarf wird voraussichtlich durch sieben jährliche Tranchen von Angleichungsbeiträgen für den Zeitraum 2020 bis 2026 gedeckt. Die Deckungsrückstellung wurde bereits im Jahr 2020 zum Bilanzstichtag gesamtheitlich um den Barwert dieser Angleichungsbeiträge reduziert.
Vermögenslage
| 2025 in T€ |
2024 in T€ |
Veränderung in T€ |
Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 80 | 149 | -69 | -46,28 |
| Kapitalanlagen | 29.940.759 | 28.380.625 | 1.560.134 | 5,50 |
| Forderungen | 74.513 | 70.451 | 4.062 | 5,77 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 547.775 | 383.325 | 164.450 | 42,90 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 143.334 | 138.919 | 4.415 | 3,18 |
| Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (Ausgleichsposten) | 7.005.673 | 6.934.564 | 71.109 | 1,03 |
| Gesamt | 37.712.134 | 35.908.033 | 1.804.101 | 5,02 |
Die Summe der Aktiva hat sich um 1.804.101 T€ erhöht. Dies beruht im Wesentlichen auf einem Anstieg der Kapitalanlagen um 1.560.134 T€.
Die Forderungen liegen mit 74.513 T€ um 4.062 T€ leicht über dem Niveau des Vorjahres und stehen überwiegend im Zusammenhang mit der Erhöhung der Forderungen gegenüber Beteiligten aus laufenden Abrechnungen und Ausgleichsbeträgen nach Wertberichtigung in Höhe von 2.985 T€. Auch haben sich die Forderungen aus Angleichungsbeträgen um 834 T€ erhöht. Diese Forderungen resultieren zum größten Teil aus der Rechnungsstellung im Monat November, wobei die Zahlungen regelmäßig erst im Folgejahr eingehen.
Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände um 164.450 T€ ist insbesondere auf einen um 153.080 T€ höheren Bestand laufender Guthaben bei Kreditinstituten sowie höheren Beständen an Anlagen im Bau in Höhe von 5.003 T€ zurückzuführen. Diese Bestände an Anlagen im Bau stehen im Zusammenhang mit baulichen Maßnahmen für das neue Betriebsgebäude in Höhe von 7.378 T€ und werden ab Januar 2026 aktiviert.
Die Erhöhung des Ausgleichspostens um 71.109 T€ (Vorjahr: 142.847 T€) resultiert in voller Höhe aus dem Jahresfehlbetrag des Abrechnungsverbandes G. Der Jahresüberschuss aus dem Abrechnungsverband F in Höhe von 4.976 T€ (Vorjahr: 1.948 T€) wurde in voller Höhe in die Verlustrücklage eingestellt.
Der Buchwert der Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2025 beträgt 29.940.759 T€, deren Marktwert 30.368.665 T€. Die stillen Reserven aus der Bewertung belaufen sich im Saldo mithin auf 427.906 T€. Dies entspricht einer Reservequote von 1,43 Prozent gegenüber 1,54 Prozent im Vorjahr.
Die Bewertungsreserven im Kapitalanlagebereich sind im Berichtsjahr per Saldo geringfügig um 10.002 T€ gesunken. In den Bilanzposten Inhaberschuldverschreibungen, Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen bestehen noch stille Lasten in Höhe von 817.694 T€; diese sind aufgrund des Anstiegs der Marktzinsen gegenüber dem Vorjahr um 353.137 T€ gestiegen. Eine stringente langfristige Liquiditätssteuerung stellt sicher, dass diese risikoarmen festverzinslichen Schuldtitel plangemäß bis zum Ende ihrer Laufzeit gehalten und bei Endfälligkeit zum Nominalwert ausgezahlt werden können. Die stillen Lasten sind also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nachhaltig. In den übrigen Bilanzposten sind die stillen Reserven gegenüber dem Vorjahr um 343.135 T€ angestiegen und belaufen sich zum Jahresende 2025 auf 1.245.600 T€. Diese entfallen in Höhe von 1.231.494 T€ vor allem auf Anteile an Investmentvermögen.
Der Bilanzwert der Kapitalanlagen erhöhte sich erwartungsgemäß um 1.560.134 T€. Die einzelnen Komponenten der Kapitalanlagen haben sich wie folgt entwickelt:
| Zusammensetzung der Kapitalanlagen | 2025 in T€ |
2024 in T€ |
Veränderung in T€ |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 200.850 | 200.852 | -2 | -0,00 |
| Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 19.333.556 | 18.191.512 | 1.142.044 | 6,28 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5.478.941 | 4.954.491 | 524.450 | 10,59 |
| Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 0 | 1 | -1 | -100,00 |
| Namensschuldverschreibungen | 2.888.375 | 2.879.764 | 8.611 | 0,30 |
| Schuldscheinforderungen und Darlehen | 2.011.778 | 2.126.760 | -114.982 | -5,41 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 25.039 | 25.025 | 14 | 0,06 |
| Andere Kapitalanlagen | 2.220 | 2.220 | 0 | 0,00 |
| Gesamt | 29.940.759 | 28.380.625 | 1.560.134 | 5,50 |
Die Veränderung des Bilanzwerts der Kapitalanlagen beruht im Wesentlichen darauf, dass sich die Werte der Posten Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere um insgesamt 1.142.044 T€ sowie der Inhaberschuldverschreibungen um 524.450 T€ erhöht haben. Gleichzeitig haben sich die Bilanzwerte des Postens Schuldscheinforderungen und Darlehen um 114.982 T€ verringert.
Die Bruttoneuanlagen von insgesamt 2.143.152 T€ verteilen sich wie folgt:
| Erwerbe im Jahr 2025 | |
|---|---|
| in T€ | |
| Beteiligungen | 0 |
| Investmentanteile | 1.434.107 |
| Festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen | 573.497 |
| Sonstige Ausleihungen | 116.610 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 18.938 |
| Gesamt | 2.143.152 |
Für die Kapitalanlage der KZVK verlief das Jahr 2025 insgesamt erfolgreich. In der Neuanlage des Jahres wurde die Diversifikation der Kapitalanlagen hinsichtlich Anlageklassen und Regionen entsprechend den strategischen Vorgaben weiter fortgesetzt. Die Ansteuerung der einzelnen strategischen Anlageklassen kann sich bilanziell auf verschiedene Positionen verteilen. So können beispielsweise Immobilieninvestitionen sowohl die Posten Beteiligungen als auch Investmentanteile betreffen.
Der Großteil der Bruttoneuanlage entfällt auf den Posten Investmentanteile. Unter diesen Bilanzposten fallen sowohl Fondsanlagen in börsennotierte als auch in nicht börsennotierte Kapitalanlagen. Innerhalb der Dachfonds, die die börsennotierten Anlagen bündeln, wurden die Aktienanlagen über Zielfonds aufgebaut, wobei von US-Aktien in Mandate mit Schwerpunkt in Europa, Japan und den Emerging Markets umgeschichtet wurde. Abgebaut wurden insbesondere festverzinsliche Anlagen mit höheren Risikoaufschlägen wie beispielsweise Unternehmensanleihen mit High-Yield-Rating, aber auch Anlagen in Staatsanleihen entwickelter Länder.
Im Bereich der Investmentanteile für nicht börsennotierte Kapitalanlagen wurden die Investitionen in die Anlageklassen Private Equity, Infrastruktur, Private Debt und Immobilien weiter aufgestockt. Das Investitionstempo blieb dabei insbesondere bei Immobilien und Private Equity aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse etwas hinter der Planung zurück, während der weitere Aufbau der Anlageklasse Infrastruktur plangemäß umgesetzt werden konnte.
Das weltweit ausgerichtete Portfolio im Private-Equity-Bereich wurde überwiegend durch die Zeichnung von Nachfolgefonds im Rahmen bereits bestehender erfolgreicher Partnerschaften gestärkt. Ergänzt wurde das Portfolio durch den Aufbau neuer Partnerschaften, darunter ein Fonds, der in japanische Unternehmen investiert. Generell wurde die Strategie fortgesetzt, gezielt Spezialisten in einzelnen Regionen oder Sektoren als Fondspartner auszuwählen.
Die Anlageklasse Infrastruktur wurde weltweit, auch durch weitere Investments in Asien, ausgebaut. Neben diversifiziert agierenden Fonds erfolgten auch Investitionen mit Spezialisten im Bereich digitale Infrastruktur und im Energiesektor. Daneben erfolgten auch Aufstockungen bestehender Partnerschaften, insbesondere in Europa.
Die Anlageklasse Private Debt wurde durch eine Beteiligung an einem europäischen Zielfonds, mit dem bereits eine erfolgreiche Partnerschaft in Vorgängerfonds besteht, ausgebaut. Zudem erfolgte erstmals eine Investition in einen europäischen Partner, der im Bereich Wachstumsfinanzierung tätig ist.
Im Immobilienbereich erfolgte unter sorgfältiger Beobachtung der Marktentwicklungen die weitere Internationalisierung des Portfolios. Diese wurde schwerpunktmäßig in den USA mit einem Fokus auf den Sektoren Wohnen und Logistik umgesetzt. In Europa erfolgten ein Investment im Bereich Gewerbeimmobilien sowie ein Ausbau des Wohnportfolios in Skandinavien.
Die in den Posten Festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen und Sonstige Ausleihungen aufgeführten Neuanlagen umfassen fast ausschließlich Käufe langlaufender festverzinslicher Wertpapiere, die mit Halteabsicht bis zur Endfälligkeit zur Deckung künftiger Zahlungsverpflichtungen im Versicherungsbereich erworben wurden. Investiert wurde hierbei vor allem in Inhaberpapiere von Staaten und internationalen Organisationen. Zusätzlich wurde in großvolumige, privat platzierte Schuldtitel einer Gebietskörperschaft im Euroraum und eines deutschen kommunalen Versorgungsunternehmens investiert.
Die Bruttoneuanlagen im Posten Einlagen bei Kreditinstituten dienen der Liquiditätssteuerung im Zusammenhang mit der Umsetzung geplanter Investitionsentscheidungen.
Sämtliche Neuanlagen erfolgten unter Beachtung der für die KZVK geltenden aufsichtsrechtlichen Regelungen und der internen Leitlinien für eine ethisch-nachhaltige Kapitalanlage.
| 2025 in T€ |
2024 in T€ |
Veränderung in T€ |
Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital (Verlustrücklage) | 17.221 | 12.245 | 4.976 | 40,64 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 37.577.799 | 35.787.384 | 1.790.415 | 5,00 |
| Andere Rückstellungen | 94.414 | 93.850 | 564 | 0,60 |
| Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft | 16.879 | 10.951 | 5.928 | 54,13 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.806 | 3.587 | 219 | 6,14 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.015 | 16 | 1.999 | >100,00 |
| Gesamt | 37.712.134 | 35.908.033 | 1.804.101 | 5,02 |
Die Zuführung zur Verlustrücklage in Höhe von 4.976 T€ (Vorjahr: 1.948 T€) betrifft den Abrechnungsverband F und resultiert vollständig aus dem dort erzielten Jahresüberschuss 2025.
Der Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen in Höhe von 1.790.415 T€ resultiert mit 1.791.211 T€ aus der Bewertung der Deckungsrückstellung zum Bilanzstichtag. Die Veränderung der Deckungsrückstellung setzt sich zusammen aus Zuführungen im Abrechnungsverband G in Höhe von 1.762.599 T€, im Abrechnungsverband F im Gewinnverband F1 in Höhe von 21.467 T€, im Gewinnverband F2 in Höhe von 2.691 T€ und im Gewinnverband F3 in Höhe von 4.454 T€.
In den versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten ist eine Rückstellung für Überschussbeteiligung im Abrechnungsverband F in Höhe von 448 T€ (Vorjahr: 330 T€).
Die Berechnung der Deckungsrückstellung für den Abrechnungsverband G erfolgt auf Grundlage der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH mit einer Modifikation entsprechend den im Bestand der KZVK beobachteten biometrischen Verhältnissen. Es wird eine Generationenverschiebung von fünf Jahren berücksichtigt. Die rechnungsmäßigen Invalidisierungswahrscheinlichkeiten werden mit 60 Prozent der Tafelwerte angesetzt. Das versicherungstechnische Pensionierungsalter beträgt 63 Jahre und der Rechnungszins wie im Vorjahr 3,25 Prozent.
Die garantierte Rentendynamik im Abrechnungsverband G wird mit 1,00 Prozent berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2025 erfolgt für die Gewinnverbände F1 (Tarif 2002), F2 (Tarif 2016) und F3 (Tarif 2022) des Abrechnungsverbandes F die Bewertung der Verpflichtungen auf Basis modifizierter Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH. Die Modifikationen erfolgen tarifbezogen nach differenzierten Ansätzen entsprechend den Regelungen des technischen Geschäftsplans. Der Rechnungszins für den Tarif 2002 beläuft sich unverändert auf 3,25 Prozent, für den Tarif 2016 unverändert auf 1,25 Prozent und für den Tarif 2022 unverändert auf 0,25 Prozent.
In den Tarifen 2002 und 2016 wird eine garantierte Rentendynamik von 1,00 Prozent berücksichtigt. Im Tarif 2022 ist anstelle einer garantierten Rentendynamik eine Anpassung der Renten aus der Überschussbeteiligung vorgesehen.
Die leichte Erhöhung der anderen Rückstellungen um 564 T€ beruht vor allem auf einer erstmals gebildeten Rückstellung für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 1.352 T€, die im Zusammenhang mit geänderten steuerlichen Befreiungsregelungen für den Zeitraum 2022 bis 2025 steht, sowie auf höheren Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von 848 T€. Gegenläufig haben sich die Rückstellungen für Pensionen um 1.569 T€ verringert.
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft um 5.928 T€ ist vor allem auf höhere Verbindlichkeiten aus Jahresendabrechnungen gegenüber den Beteiligten von 2.077 T€ sowie aus der Annahme von Barwerten im Rahmen des Überleitungsstatuts von 3.836 T€ zurückzuführen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 219 T€ erhöht. Dies liegt insbesondere an gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von 131 T€ und gegenüber den Finanzbehörden aus der Lohnsteuer in Höhe von 38 T€.
Der Kapitaldeckungsgrad (Verhältnis der Bilanzwerte der Kapitalanlagen inklusive der laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand zu den Bilanzwerten der versicherungstechnischen Rückstellungen) verbesserte sich wie in den Vorjahren auch im laufenden Geschäftsjahr und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 80,90 Prozent (Vorjahr: 80,16 Prozent).
Finanzlage¹
| Kapitalflussrechnung (gesamt) | 2025 in T€ |
2024 in T€ |
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | ||
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | -66.133 | -140.899 |
| +/- Zunahme/Abnahme der versicherungstechnischen Rückstellungen | 1.790.415 | 1.784.602 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen | -4.062 | 3.960 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der anderen Vermögensgegenstände | -4.390 | -4.021 |
| +/- Zunahme/Abnahme der anderen Rückstellungen | 563 | -5.895 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten | 6.148 | -1.646 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Rechnungsabgrenzung | -2.417 | 890 |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf und der Endfälligkeit von Kapitalanlagen | 547.023 | 307.863 |
| - Auszahlungen aus dem Erwerb von Kapitalanlagen | -2.124.214 | -2.135.116 |
| -/+ Ergebnis aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 2.418 | -1.487 |
| -/+ Zu-/Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 14.654 | 67.354 |
| + Abschreibungen auf EDV-Software und BGA | 1.278 | 1.051 |
| Summe Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 161.283 | -123.343 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| - Auszahlungen aus dem Erwerb von EDV-Software und Sachanlagen | -8.181 | -3.457 |
| Summe Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -8.181 | -3.457 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (Zwischensumme 1. - 2.) | 153.102 | -126.800 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 331.627 | 458.426 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 484.729 | 331.626 |
| 3. Zusammensetzung des Finanzmittelbestands | 484.729 | 331.626 |
| Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 459.690 | 306.602 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 25.039 | 25.025 |
| 1 Die Addition von Einzelwerten kann aufgrund kaufmännischer Rundung von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen. | ||
Ertragslage¹
| 2025 in T€ |
2024 in T€ |
Veränderung in T€ |
Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Beiträge und sonstige satzungsmäßige Einnahmen | 1.824.165 | 1.744.438 | 79.727 | 4,57 |
| Beiträge und Umlagen | 1.533.071 | 1.466.406 | 66.665 | 4,55 |
| Einnahmen aus der Übertragung von Barwerten, Beitragsrückerstattungen | 82.552 | 83.894 | -1.342 | -1,60 |
| Andere satzungsmäßige Einnahmen | 208.542 | 194.138 | 14.404 | 7,42 |
| Beiträge aus der Rückstellung für die Überschussbeteiligung | 310 | 235 | 75 | 32,29 |
| Erträge aus Kapitalanlagen | 991.704 | 983.732 | 7.972 | 0,81 |
| Erträge aus Beteiligungen | 10.451 | 10.433 | 18 | 0,17 |
| Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten | 0 | 0 | 0 | 0,00 |
| Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 967.987 | 962.761 | 5.226 | 0,54 |
| Erträge aus Zuschreibungen | 6.594 | 8.940 | -2.346 | -26,24 |
| Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 6.672 | 1.598 | 5.074 | >100,00 |
| Sonstige versicherungstechnische Erträge | 269 | 126 | 143 | >100,00 |
| Aufwendungen für Versicherungsfälle | 1.035.579 | 1.000.255 | 35.324 | 3,53 |
| Renten und Erstattungsansprüche | 903.943 | 856.734 | 47.209 | 5,51 |
| Abfindungen | 7.657 | 7.676 | -19 | -0,25 |
| Sterbegelder | 252 | 247 | 5 | 2,07 |
| Übertragung von Barwerten, Beitragserstattungen | 104.609 | 118.525 | -13.916 | -11,74 |
| Aufwendungen für die Regulierung von Versicherungsfällen | 20.032 | 16.566 | 3.466 | 20,92 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | -914 | 507 | -1.421 | >100,00 |
| Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen | -1.791.211 | -1.784.020 | -7.191 | -0,40 |
| Deckungsrückstellung | -1.791.211 | -1.784.020 | -7.191 | -0,40 |
| Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | 0 | 0 | 0 | 0,00 |
| Aufwendungen für Überschussbeteiligungen | 428 | 310 | 118 | 38,18 |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 17.341 | 13.901 | 3.440 | 24,75 |
| Abschlussaufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0,00 |
| Verwaltungsaufwendungen | 17.341 | 13.901 | 3.440 | 24,75 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | 43.584 | 88.713 | -45.129 | -50,87 |
| Aufwendungen für die Verwaltung der Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen | 13.246 | 12.307 | 939 | 7,63 |
| Abschreibungen | 21.248 | 76.295 | -55.047 | -72,15 |
| Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 9.090 | 111 | 8.979 | >100,00 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0,00 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | -71.696 | -158.666 | 86.970 | 54,81 |
| Sonstiges Ergebnis | 4.466 | 17.767 | -13.301 | -74,86 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | -67.230 | -140.899 | 73.669 | 52,29 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.405 | 0 | 1.405 | 0,00 |
| Sonstige Steuern | -2.502 | 0 | -2.502 | 0,00 |
| Jahresfehlbetrag/-überschuss | -66.133 | -140.899 | 74.766 | 53,06 |
| 1 Die Addition von Einzelwerten kann aufgrund kaufmännischer Rundung von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen. Prozentuale Veränderungen sind auf Basis der genauen Zahlenwerte (ohne Rundungen) berechnet. | ||||
Beiträge und sonstige satzungsmäßige Einnahmen
Die Beiträge und sonstigen satzungsmäßigen Einnahmen sind gegenüber dem Vorjahr um 4,57 Prozent gestiegen. Der Grund hierfür liegt zum einen im Bestandswachstum bei den Pflichtversicherungsverhältnissen um 1,08 Prozent und zum anderen im Anstieg der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte.
Insofern haben die strukturellen Veränderungen und die wirtschaftlich schwierigen Bedingungen bei vielen beteiligten Arbeitgebern bisher keinen negativen Einfluss auf das Wachstum der Versichertenzahl und der Beitragseinnahmen der KZVK gezeigt.
Beiträge aus der Rückstellung für Überschussbeteiligung
Die Beiträge aus der Rückstellung für die Überschussbeteiligung spiegeln die Inanspruchnahme der Rückstellung für die Überschussbeteiligung des Jahres 2024 in Höhe von 310 T€ (Vorjahr: 235 T€) wider.
Kapitalanlageergebnis
Das ordentliche Ergebnis der Kapitalanlagen beläuft sich auf 965.192 T€ (Vorjahr: 960.887 T€) und das außerordentliche Ergebnis auf -17.072 T€ (Vorjahr: -65.868 T€).
Der Anstieg des ordentlichen Kapitalanlageergebnisses um 0,45 Prozent resultiert im Wesentlichen aus höheren laufenden Erträgen aus Inhaberschuldverschreibungen von 18.818 T€. Dagegen haben sich die laufenden Erträge aus Investmentanteilen um 8.224 T€ und aus Inhaberschuldverschreibungen um 6.122 T€ verringert.
Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis des Vorjahres war vor allem durch eine Abschreibung auf eine Namensschuldverschreibung eines Industrieunternehmens infolge eines Sanierungsfalles in Höhe von 40.000 T€ geprägt. Darüber hinaus haben sich die Abschreibungen auf Investmentanteile um 14.962 T€ verringert und lagen die Gewinne aus Anlagenabgängen um 5.074 T€ höher als im Vorjahr. Dagegen lagen die Verluste aus Anlagenabgängen um 8.979 T€ über dem Vorjahresniveau und verringerten sich die Zuschreibungen um 2.346 T€.
Die Nettoverzinsung beläuft sich auf 3,25 Prozent (Vorjahr: 3,26 Prozent) und die laufende Durchschnittsverzinsung auf 3,31 Prozent (Vorjahr: 3,50 Prozent). Mithin konnte die Rentabilität des Kapitalanlagebestands in einem volatilen Kapitalmarktumfeld auf dem Niveau des aktuariellen Rechnungszinses in der Pflichtversicherung von 3,25 Prozent gehalten werden. Auch im dreijährigen Durchschnitt (2023-2025) bewegt sich die Nettoverzinsung im Bereich des Rechnungszinses.
Aufwendungen für Versicherungsfälle
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3,53 Prozent erhöht. Dies resultiert vor allem aus der Steigerung der laufenden Renten und Erstattungsansprüche um 47.209 T€ bzw. 5,51 Prozent. Ursächlich hierfür ist zum einen die um 4,74 Prozent gestiegene Zahl der Rentenempfängerinnen und -empfänger und zum anderen die um 1,03 Prozent gestiegene durchschnittliche Höhe der Rentenzahlungen.
Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen
Die Erhöhung der Deckungsrückstellung um 1.791.211 T€ (Vorjahr: 1.784.020 T€) beruht im Wesentlichen auf gestiegenen Zinszuführungen, dem Anstieg der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte und dem Wachstum des Versichertenbestands.
Aufwendungen für Überschussbeteiligungen
In diesem Geschäftsjahr sind Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für Überschussbeteiligung in Höhe von 428 T€ (Vorjahr: 310 T€) angefallen.
Verwaltungskosten
Die Verwaltungskosten werden den entsprechenden Funktionsbereichen verursachungsgerecht zugeordnet und stellen sich wie folgt dar:
| 2025 in T€ |
2024 in T€ |
|
|---|---|---|
| Regulierung von Versicherungsfällen | 20.031 | 16.566 |
| Versicherungsbetrieb | 17.341 | 13.901 |
| Verwaltung von Kapitalanlagen | 11.675 | 10.991 |
| Sonstige | 6.607 | 6.225 |
| Gesamt | 55.654 | 47.683 |
Der Erhöhung der gesamten Verwaltungskosten um 7.971 T€ ist mit 3.912 T€ auf höhere Personalaufwendungen zurückzuführen. Diese resultieren insbesondere aus der Erhöhung von Gehältern nebst Sozialversicherungsbeiträgen um 1.624 T€ infolge von Tarifsteigerungen und einer erhöhten Anzahl von Mitarbeitenden. Darüber hinaus sind auch die Zuführungen zu Rückstellungen für Beihilfen um 1.366 T€ und für Pensionen um 710 T€ sowie für Altersteilzeit um 666 T€ angestiegen. Dagegen haben sich die Rückstellungen für Urlaubstage um 208 T€ und für Lebensarbeitszeit um 100 T€ verringert.
Die Sachaufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 4.373 T€. Grund hierfür waren vor allem nicht aktivierungsfähige Kosten im Rahmen des Umzugs in das neue Betriebsgebäude in Höhe von 2.302 T€, Kosten für externe Systemunterstützung in Höhe von 457 T€, Buchverluste aus dem Abgang der Betriebsausstattung des alten Betriebsgebäudes in Höhe von 423 T€ sowie sonstige inflationäre Kostensteigerungen.
Die Zinsaufwendungen verringerten sich um 314 T€. Grund dafür sind vor allem um 332 T€ niedrigere Zinszuführungen zu den Pensionsrückstellungen.
Die Verwaltungskostenquote bemisst sich nach den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im Verhältnis zu den Beiträgen und sonstigen satzungsmäßigen Einnahmen. Im Berichtsjahr lag diese Quote bei 0,95 Prozent (Vorjahr: 0,80 Prozent).
Jahresergebnis
Das im Jahr 2025 erwirtschaftete Jahresergebnis beträgt -66.133 T€ (Vorjahr: -140.899 T€).
Das Jahresergebnis beinhaltet den Jahresfehlbetrag des Abrechnungsverbandes G in Höhe von -71.109 T€ (Vorjahr: -142.847 T€).
Die Verbesserung des Jahresergebnisses ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Beiträge und anderen satzungsmäßigen Einnahmen mit 79.727 T€ deutlich stärker gestiegen sind als die Aufwendungen für Versicherungsfälle mit 35.324 T€.
Das Jahresergebnis beinhaltet darüber hinaus den Jahresüberschuss des Abrechnungsverbandes F in Höhe von 4.976 T€ (Vorjahr: 1.948 T€). Der Überschuss resultiert aus einem positiven biometrischen Risikoergebnis und einem verbesserten Kapitalanlageergebnis.
Der Jahresfehlbetrag des Abrechnungsverbandes G wird in voller Höhe in den Ausgleichsposten, der Jahresüberschuss des Abrechnungsverbandes F mit 4.976 T€ in die Verlustrücklage eingestellt.
In dem seit 2020 neu eingeführten Finanzierungssystem für die Pflichtversicherung ist ein konstanter Beitragssatz bis einschließlich 2026 vorgesehen. Darüber hinaus strebt die KZVK in diesem Zeitraum auch eine sukzessive Verbesserung des Kapitaldeckungsgrades an, sofern dies unter anderem durch entsprechende Kapitalanlageergebnisse ermöglicht wird. Im Geschäftsjahr 2025 konnten diese Ziele erreicht und der Kapitaldeckungsgrad um 0,74 Prozentpunkte (Vorjahr: 0,60 Prozentpunkte) auf 80,90 Prozent gesteigert werden.